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Verrauchte Liebesillusionen

[Dies ist mal ein älterer Text von mir, den ich damals nach der Trennung von Tina geschrieben habe...]

Ich versuche mich wieder an das Gefühl zu gewöhnen, allein zu sein. Es ist schwer deprimierend, irgendwie. Allein der Gedanke nun wieder auf mich gestellt zu sein, bereitet mir Bauchschmerzen und die Schmetterlinge, die Du mir verpasst hast, werden langsam wieder zu hässlichen Larven des Singlealltags. Dieses Kribbeln im Bauch wandert langsam in meinen Kopf und hämmert ohne Unterlass deinen Namen in meine Gedanken. Ich denke immer noch, es kann nicht sein, sie ist nur auf dem Gefühlsurlaub und eine bunte Karte wird Ihr Wiederkommen an meiner Seite froh verkünden.

Nein, ich möchte nicht schon wieder alleine sein. Ungeküsst, ungeliebt und unverstanden. Tue mir das bitte nicht an, das habe ich nicht verdient. Es ist so schmerzvoll, die Realität wieder zu leben, weitab von den Illusionen der Liebe. Den leuchtenden Momenten des Glücks, den aufgedrückten Küssen mit Zungenschlag, die mich in ein anderes Universum trieben. Weitweg von der Erkenntnis, dass Liebe wohl doch nur eine Momentaufnahme ist. Wie ein lecker schmeckendes Bonbon, das viel zu schnell schon wieder verbraucht. Wo nur noch der liebliche Nachgeschmack bleibt, doch bald wird auch er von dannen sein.

Es ist immer noch, als könnte ich den Lufthauch ahnen, deine weichen Lippen auf mir spüren. Dein Verlangen erhaschen, dass sich auf mich übertrug. Nun wirst Du wohl glauben, dass alles ohne Dich silbriggrau. Dass mein Leben sich nur um Dich dreht, wie die Sonne um die Erde. Meine Gedankenwelt in deiner Seele gefangen ist, dass mein Herz erstickt in der Liebe, die ich unerfüllt noch habe. O Nein, es ist viel schlimmer, dass Gefühl, wir getrennt für immer.

Unsere Leben, wie zwei Seiten A und B im Kosmos der Gesellschaft. Doch würde man die Hälften wieder kitten wäre es sicher nur ein schlechter Mitschnitt längstvergangener Gefühle. Trotzdem bin ich voller unschuldiger Hoffnung, dass wir uns noch mal zusammen raufen. Schließlich trifft man den Einen nicht so oft im Leben, laut Prophezeiung soll es ja nur den wirklich Einen geben.

Zweifelhaft, dass ich es bin in Deiner Sicht, aber zumindest für eine Weile könntest Du mich an die Hand und mit durch dein Leben nehmen. Ich finde es nämlich durchaus reizvoll und interessant in Deiner Gegenwart zu wandeln. Dabei Dir beim Dusein zuzusehen und zu träumen, was wir noch alles miteinander anstellen könnten.

Wenn wir diesen verdammten Alltag ausblenden könnten und einfach nur wir zwei über die grün blühenden Wiesen der Liebe wandeln. So ungezwungen, ohne Realität und Vernunft in zweisamer Übereinkunft. Mein Liebesacker ist nun aber scheinbar nur stinkender Morast. In dem ich zu versinken drohe und es schwer wird, mich wieder für neue Liebschaften zu inserieren. Soll ich Dir nun ewig nachtrauern, bis mich die Erkenntnis schlägt, dass Du schon lange nicht mehr meine Seelenverwandte bist? Doch immer wieder diese Zweifel, wie zweispurige Gedanken, die mich verwirren. Was wenn Du mich nur zwischen geparkt hast und irgendwann abholst. Aber warte nicht zu lang, auch meine Geduld währt nicht ewig, auch mein Blick kann nicht ab von den anderen Schönheiten der Welt.

Nur werde ich bei Ihnen finden, was ich an Dir verlor. Dieses Lächeln, dieses wallende blonde Haare, diese intensive Gefühlswelt, die Du nach kurzen Zögern vor mir ausgebreitet. Ohne Dir schmeicheln zu wollen, ich habe noch nie ein weibliches Wesen getroffen, das mich so gefesselt hat in seiner Art. Jahre des Alleinseins mit sich und ohne wirklich glücklich zu sein. Dann gibst Du einem die Möglichkeit, sich Dir zu öffnen und schlägst bald darauf die Tür einfach zu. War es schon genug? Genug Glück? Genug Beisammensein? Genug? Genug?

Einfach so, wo sind sie hin, die Gefühle und Erinnerungen. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, Du hast mich nie wirklich gebraucht, dass es eher Zufall war, dass Du dich auf mich eingelassen. Doch noch gegenwärtig sind mir Deine liebevollen, intensiven Zeilen per SMS. Die mich glauben machten, dass das zwischen uns nur Zukunft und nicht Vergangenes sein kann. Du gabst mir das Gefühl, gebraucht zu werden, ohne verbraucht zu sein und atmen zu können den reinen Sauerstoff der Liebe. Ich frag mich, war es zuviel oder war es gar zu wenig? Man nennt es Liebe und könnte es doch auch Schmerz nennen.

Merkst Du, wie ich, zwischen den Zeilen bettele, wie ein Thor, der glaubt, dass Du Deine Entscheidung nicht längst getroffen. Tief in Deinem Herzen drin, indem ich mir doch so gern nur ein kleines Plätzchen gewünscht. Vielleicht war Dein letzter Brief doch schon ein Räumungsbescheid, der mich ermahnte alle Gefühle mitzunehmen. Wohin aber damit? Vielleicht in diese Zeilen, die ich gerade schreibe, mit den Gedanken an Dich. An Berlin, an den Hausflur und die Art, wie wir es nicht vollbracht haben uns schon eher den Unvermeidlichen hinzugeben. Oder die Glückseligkeit, die mich durchströmte als Du mich fragtest, ob ich Dich noch immer küssen möchte. Als ich den Schritt auf Dich zumachte und Deine weichen Lippen mich für alles entlohnten, was meine Unsicherheit vorher verhinderte. Wie ich die Strassen danach wie benebelt entlang lief immer weiter von Dir weg und doch immer weiter zu Dir hin. Ich glaube so nah, so unwirklich wie dieser Moment war wird nichts mehr sein.

Es war so, dass ich dachte, für Dich wäre es genauso unbeschreiblich gewesen. Du verwirrst mich mit Deiner Art, einerseits finde ich es niedlich bezaubernd und anderseits unmöglich, Dir zu folgen. Ich hasse diese Menschen, die im Gleichschritt der Gesellschaft leben. Die wie unwirkliche Marionetten so sind wie sie es wollen. Ohne Ecken, Kanten, ohne Spiegelbild mit eigenem Sein. Du bist so reichhaltig in Deinen Gedanken, in Deinen Ansichten des Lebens und es ist wundervoll Dir zu zuhören.

2 Jahre lang durfte ich durch Briefe in Dein „Ich“ sehen mich mit Dir seelenverwandt fühlen. Auch wenn es manchmal nur die Alltäglichen Dinge waren, ich habe sie eingesaugt, wie der Ertrinkende das Wasser. Immer mit der Hoffnung Dir nah zu sein. War dann der Schritt aus der Sicherheit der Briefe schon zu früh? Hätten wir weiter die Tinte für uns sprechen lassen sollen, als die Herzen. Aber schon nach einem Jahr war mir klar, dass meine Zukunft nur mit Dir und durch Dich geschehen kann. Nun habe ich Angst, ohne Dich weiterzuleben, denn das würde bedeuten auf soviel zu verzichten. Mir würde soviel fehlen: Deine Briefe, deine Lippen und am meisten die positive Art, wie Du mein Leben bereicherst.

Bin ich nun ein hoffnungsloser Egoist, der nur an sein eigenes Seelenheil denkt? Auch wenn es nun geschmeichelt klingt, doch Du hast mir soviel gegeben. Längst vergessene Gefühle und Glück in mir ausgelöst. Stumpfsinnig habe ich meine Zeit damit verbracht mir selbst beim Leiden zu zusehen. Mein Leben als sinnloses Beispiel für die große Menschheit zu betrachten. Allein Deine Art mir zuzuhören und auf mich einzugehen in Deinen Briefen und in unserer Beziehung gab mir Hoffnung
11.4.06 15:32
 


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