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„Stolz ein Deutscher zu sein“

Ich bin stolz darauf ein Deutscher zu sein. Prangte es in großen schwarzen Buchstaben von seinem Rucksack. Stolz darauf ein Deutscher zu sein. Worauf ? Auf über 4 Millionen Arbeitslose, die sich zwischen Armut und Wahrung des letzten bisschen Stolz dahinschleppen. Vielleicht auf eine SPD, die Ihr Sozial immer noch im Namen trägt und es in politischen Fragen gänzlich auszuschließen scheint. Mit von Stolz gewellter Brust vielleicht auf das Sozialamt, um sich sein Betrag zur Lebensunterstützung abzuholen und die paar Euros, durch gemeinnützige Tätigkeiten. Die wiederum sehr Pisastudiengetreu einen stumpfsinnig machen in jeder Hinsicht. Oder sind es die vielen Jugendlichen, die nach dem Motto leben kommt die Arbeit nicht zu mir, dann wandere ich halt in den Westen aus oder lasse es gleich ganz sein.. Nun es könnte natürlich, auch der rotzende Jugendliche vor der Schule sein, der sie von außen mehr sieht als von innen. Und in seiner Clique grölend auf die Vorbeistürzenden stürzt. Die in neudeutscher Manier sich nur um Ihren Kram kümmern und ihre Ellenbogen noch in die Wunden des schlecht Bestellteren rammen. Sind es nun die kleinen Glatzen, die die Parolen rufen für die sie vor 60 Jahren noch Millionenhaften Applaus bekommen hätten. Und die in seltsam anmutender Intensität begafft werden, wenn sie den bösen Ausländer zusammenschlagen. Darum, weil er kein Deutscher ist. Vielleicht weil er nicht stolz darauf ist in diesem Land leben zu dürfen, da er ja ausländisch ist. Doch dass er hier geboren wurde macht dabei wohl nichts aus. Hm, oder sind es die immer größer werdenden Einsparungen im Bereich der Jugend, obwohl sie von der Strasse wegsollen. Doch wohin vielleicht in die Altersheime wo die Eckpfeiler der vergangenen Generation darauf warten endlich erlöst zu werden. Sind sie stolz auf Ihr Deutschland, dass sie jahrelang mit Ihrer Arbeitskraft aufgebaut haben. Dem sie Ihre Kinder geschenkt und an dessen Zukunft sie geglaubt. Ich sollte doch Auftrieb empfinden, auf Grund der Wiedervereinigung des Landes Deutschland. Ost und West aneinandergekleistert, wie ein schlecht gelebte Ehe. Noch immer sind wir die Ossis und die Wessis, aber sind wir nicht alles stolze Deutsche. Kann ich das Empfinden, wenn ich sehe wie Ordnungshüter Nazis beschützen vor was, wie kann man Dummheit schützen? Oder wenn ich sehe, wie die Schwachen der Nation auf dem Zahnfleisch des Sozialstaates dahin kriechen. In irgendein Loch, dass groß genug ist, um sie zu vergessen und die statistischen Zahlen zu verschönern. Wenn ich höre, wie die Politik mehr über eigene Unzulänglichkeiten als über Lösungen nachdenkt. Wird mir schlecht. Stolz darauf ein Deutscher zu sein, dass kann ich von mir wahrlich nicht behaupten. Stolz bin ich nur auf Menschen, die in so einem Staat noch das Gute in sich tragen und die es schaffen den Alltag mit noch ein bisschen persönlicher Würde zu überstehen. Doch was hatte er nun mit seinem Aufnäher und dem Landser T-Shirt, wohl gemeint? Ich traute mich ihn gar nicht zu fragen, denn es wäre wohl ein Beleg der Pisastudie geworden.



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